Sie-Erzähler

Normalerweise schreibt Vivi ihre Beiträge aus der Perspektive des Ich-Erzählers. Das fühlt sich für sie auch sehr natürlich an, schließlich schreibt sie über ihre höchst eigenen Erfahrungen. In ihren Buchprojekten benutzt sie hingehen eher den personalen Erzähler, also aus der Sicht eines oder mehrerer Protagonisten, in dritter Person.

Während ihr die dritte Person für Romane ganz gut von der Hand geht, tut sie das für einen Blogartikel eher nicht. Vivi muss hier aus ihrer Komfortzone raus. Das tut sie sowieso hin und wieder ganz gerne, und empfiehlt es hiermit auch gerne ihren Lesen, das ab und zu mal zu machen. Meistens tun sich da ganz neue Erkenntnisse und Erfahrungen auf.

Im Moment quält sie sich durch die Erfahrung, über sich selber in der dritten Person zu schreiben. Aber das wird vielleicht nach einer Weile etwas weniger schlimm. Wir werden sehen. Aktuell denkt sie sich noch, was für eine blöde Idee das war.

Im Gegensatz dazu ist es aber vielleicht eine ganz gute Idee, auch mal im Roman die Perspektive zu wechseln und den Ich-Erzähler zu benutzen. Auch da tun sich ganz andere Möglichkeiten auf. Es lässt vor allem eine viel intensivere Identifikation mit der Hauptfigur zu. Allerdings macht das einen Wechsel von Erzählsträngen auf andere Personen wiederum schwierig. Wenn es nicht nur eine Person gibt, die durch die gesamte Handlung treibt, wie erzählt man dann die anderen Teile?

Es gibt auch die Möglichkeit, die Erzählperspektive zu wechseln. Allerdings ist das eher ungewöhnlich. Ich denke, das lass ich lieber sein.

An dieser Stelle macht Vivi eine kurze Pause um zu überlegen, wie sie die Kurve kriegt. Zu einem halbwegs sinnvollen Artikel. Der hier fließt ihr nicht gut aus der Feder. Wenn man bedenkt, dass vorherige Artikel auch nicht unbedingt alle das Gelbe vom Ei waren, macht sie sich aber völlig unnötig Sorgen. Ein bisschen ringt sie ja immer noch mit dem Perfektionismus, und fragt sich, ob ihre Artikel nicht eher als Schlaftablette dienen.

Aber sie entwickelt sich ja noch. Das darf man alles nicht so eng sehen. Und so lange es Spaß macht, wird sie auch weiter experimentieren.

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