Sofakartoffel

Mens sana in corpore sofa!

Ach halt, der Spruch ging irgendwie anders, wie war das noch gleich?

Egal…

Während ich das schreibe, fläze ich auf meinem Sofa. Das Laptop ruht auf einem Kissen auf meinen Beinen, die Füße liegen bequem auf einem Sessel. Soviel zum aufrechten Arbeitsstil. Absurd wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass ich dabei Lauftights und ein Thermolaufschirt anhabe, während mein Wohnzimmer in der frischen Wintermorgenluft vor sich hin lüftet.

Aber halt, lasst mich erklären, ich möchte im Anschluss noch laufen gehen. Das macht den Kopf so schön frei, die Beine so schön warm und das ganze Mädel so herrlich entspannt. Und das ist ja wiederum gut, für die kreative Arbeit.

Was ja nicht heißt, dass ich vorher nicht auch schon entspannt sein kann. Und so auf dem Sofa schreiben finde ich gerade sehr entspannt.

Die Gefahr ist bei mir, dass ich auf dem Sofa eine ungesunde Körperhaltung einnehme, oder gar einschlafe. Beides zusammen passiert mir gerade öfters mal am Abend nach der Arbeit. Ich stehe früh auf, ich bin früh müde. Ich schlafe früh ein. Fast egal wo.

So ein bisschen Sofa ist sicher gar nicht schlecht, aber genauso wie ich meinen Handy- und Fernsehkonsum im Auge behalten muss, muss ich glaube ich auch meinen Sofakonsum im Auge halten. Ich fürchte, ich bin da viel zu oft drauf. Wieder so eine Gewohnheit, und ab und zu lohnt es sich, sich seiner Gewohnheiten bewusst zu werden.

Es täte mir bestimmt gut, mehr Abwechslung reinzubringen. Abwechslung ist schön, man entdeckt dabei neue Möglichkeiten und vielleicht sogar Verbesserungen. Das Gehirn erfreut sich an Abwechslung. Und der Körper? Der Körper ist formbar und formt sich nach der Haltung, die wir die meiste Zeit über einnehmen.

Wenn ich nicht irgendwann aussehen will, wie eine Kartoffel, sollte ich mich mit meiner Sofanutzung vielleicht etwas zurückhalten. Und auch meinem Körper etwas mehr Abwechslung gönnen.

Ich mache da mal eine Challenge draus: Was kann ich als gemütliche (Schreib-)Haltung noch machen, statt Sofa?

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