Woher Ideen nehmen?

Ja, woher nehmen und nicht stehlen?

Was tun, wenn die Muse mich nicht küsst?

Ich fürchte, da hilft kein Flehen, kein Klagen und auch kein Mundwasser.

Aber keine Panik, es gibt Mittel und Wege. Und nein, das ist kein Euphemismus für Drogen.

Falls man in der glücklichen Lage ist, wenigstens schlechte Ideen zu haben, kann man damit arbeiten und noch eine ganze Menge herausholen.

Schwieriger, aber nicht unmöglich wird es, wenn einem wirklich gar nichts einfällt. Es gibt bessere Alternativen, statt sich die Augen am weiß leuchtenden Bildschirm eckig zu starren und keinen Schritt weiterzukommen.

Eine wirkungsvolle Technik, Einfälle zu produzieren habe ich schon beschrieben, nämlich das Duschen. Diese sehr simple Methode, die ich sowieso jeden Tag praktiziere, lässt mich nur selten im Stich. Eigentlich nur dann, wenn mein Gehirn gerade mit anderen Dingen gefesselt ist. Und dann hilft nur eins: Die anderen Dinge so lange bearbeiten, bis ich sie beruhigt gehen lassen kann.

Was das Duschen so wirkungsvoll macht ist die fehlende Ablenkung von anderen Dingen und die Entspannung. Und die Entspannung ist an sich schon ein guter Tipp. Wenn man nicht weiter weiß, kann es immens helfen, sich mal locker zu machen. Ich empfehle tiefes Durchatmen bis in den Bauch hinein. Am besten gleich mehrmals hintereinander. Schulterkreisen, Aufstehen, sich dehnen. Das sind sozusagen die Erste-Hilfe-Maßnahmen, die man sofort anwenden kann. Manchmal reicht das schon.

Hartnäckigen Verspannungen kann man mit Yoga oder Meditation begegnen. Das kann einem den Kopf freiräumen für frische Gedanken. Wem das nicht liegt, kann sich mit einer beliebigen anderen sportlichen Tätigkeit vergnügen, Hauptsache, die verkrampfte Denkmaschine macht einfach mal Pause.

Generell ist Bewegung gut fürs Denken. Ein Spaziergang kann wahre Wunder wirken und dabei haben wir noch einen weiteren tollen Aspekt: Es geht raus an die frische Luft. Sauerstoff wird erstaunlicherweise oft unterschätzt, dabei kann er die Denkleistung erheblich steigern. Außerdem wirkt die Natur da draußen auch meistens recht entspannend.

Und nicht zuletzt hilft die Ortsveränderung. Der Spaziergang muss ja nicht immer die gleiche Route nehmen, neue Wege erkunden ist spannend und anregend. Aber wer jetzt eher zu den Bewegungsmuffeln gehört, für den gibt es auch Möglichkeiten. Sich zum Schreiben in ein Café setzen. Oder einfach mal in der eigenen Wohnung mit dem Laptop umziehen. Sich für einen Nachmittag bei Freunden einquartieren. Für eine Woche ins Allgäu fahren (einer meiner Favoriten, geht leider nicht so oft, wie ich es gerne hätte). Im Park auf einer Picknickdecke schreiben, oder gleich auf einer Lichtung im Wald oder am See. Während einer Zugfahrt können einem auch ganz wunderbare Einfälle kommen.

Zusammengefasst könnte man sagen: Raus aus der Routine!

Natürlich gibt es noch mehr Tipps. Wie immer. Aber das soll vielleicht ein andern Mal erzählt werden.

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