Morgenmuffel

Guten Morgen! An alle Muffel und Frühaufsteher da draußen gleichermaßen. Zu welcher Sorte gehöre ich eigentlich? Früher hätte ich aus einem verquollenem Gesicht, blinzelnd im hellen Licht des Tages und lauthals gähnend geantwortet: Morgenmuffel.

Inzwischen sieht die Sache anders aus. Es ist kurz nach sechs und ich stehe am Laptop. Das ist nicht die erste Aktion meines Tages. Ich will euch nicht mit meiner Morgenroutine langweilen, aber ein bisschen beleuchten, warum ich inzwischen zum Frühaufsteher geworden bin. Und was das mit dem Schreiben zu tun hat.

Als ich noch Spätaufsteher (und Spätinsbettgeher) war, waren meine Tage morgens immer eher hektisch. Abends war ich dann allerdings vom Tagwerk geschafft, vom Abendessen voll und daher müde. Manchmal habe ich dann noch im Verlauf des Abends Dinge erledigt, aber mich zu später Stunde noch zu größeren Unternehmungen aufzuraffen fiel mir schon immer schwer.

Dagegen schaffe ich es mit Leichtigkeit, die Dinge morgens zu erledigen. Das ist auch ganz natürlich. Morgens sind wir frisch ausgeruht von der Nacht, der Energietank ist noch voll und vor allem, die Willensstärke noch frisch und unverbraucht. Und das macht einen Unterschied.

Insbesondere, wenn ich neue Gewohnheiten aufbauen will, oder lästige, aber notwendige Erledigungen zu machen habe, klappt das bei Weitem besser, wenn ich sie nach dem Aufstehen mache. Deswegen habe ich gerne ein paar Stunden Zeit bevor der Alltag, sprich die Arbeit ruft. Die Zeit kann ich nutzen, um produktiv zu sein und all das zu machen, was ich gerne machen möchte, was mich aber trotzdem so viel Energie kostet, dass ich es abends eher nicht mehr tue. Die traurige Wahrheit ist, dass ich abends eher dazu neige, den Fernseher anzumachen, oder auf Youtube zu versacken. Am Morgen habe ich dagegen nicht den geringsten Drang meine Zeit mit solcherlei Ablenkung zu verschwenden.

Und ja, ich mache auch lieber morgens meine Küche sauber als abends. Oder räume da auf.

Ansonsten nutze ich meinen Morgen, um Frühsport zu machen, in Ruhe zu Frühstücken, Tagebuch zu führen und andere schöne Dinge. Zum Beispiel bloggen und sonst wie kreativ zu werden. Das Schreiben fällt mir früh am Tag einfach leichter.

Das heißt nicht, dass ich nicht auch abends manchmal einen Kreativitätsschub habe. Aber wenn ich kontinuierlich an etwas arbeiten und sicher gehen will, dass ich nicht vor der Erledigung schon einschlafe, plane ich es mir lieber am Morgen ein.

Ich hätte früher nie gedacht, dass ich mich jemals an das frühe Aufstehen gewöhnen könnte. Aber tatsächlich ist das gar kein Problem gewesen. Ich musste ein bisschen was zum Theme Schlaf lernen und natürlich früher ins Bett gehen, aber jetzt stelle ich mir nicht einmal mehr einen Wecker.

Ja, richtig. Ich ehemaliger Morgenmuffel werde kurz vor sechs von ganz alleine wach. Und ich möchte meine Zeit am Morgen nicht mehr missen.

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