Das professionelle Hobby

Viele Menschen haben den Traum, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Aber sind sich diese Menschen klar darüber, was das bedeutet? Das Hobby macht Spaß, und ich suche mir aus, wann ich es tue und wie viel Zeit ich da reinstecke. Will ich Geld damit verdienen, sieht die Sache anders aus.

Ein Profi arbeitet nicht nur dann, wenn er Lust dazu hat, sondern dann, wenn es erforderlich ist.

Will man also kontinuierlich Geld verdienen mit etwas, sollte man da am besten täglich seine Energie und Zeit investieren. Auch, wenn man grade null Bock hat oder wenn es Tätigkeiten beinhaltet, die einem generell kein Vergnügen bereiten.

Wieso sollte man das tun? Geht es nicht auch ohne den ganzen Stress?

Nein, geht es nicht. Das kann einem jeder erzählen, der sich mit seinem Traum und seinem Hobby selbstständig gemacht hat und jetzt super erfolgreich ist. Ich möchte da mal ein paar Aspekte näher beleuchten, warum das so ist.

Der Profi unterscheidet sich vom Amateur unter anderen dadurch, dass er seine Fertigkeit richtig gut, also professionell, beherrscht. Und das entwickelt sich nur durch viel Übung. Die macht nicht immer Spaß. Jeder Sportler hat seine Tage, wo ihm alles weh tut und er keine Lust auf Training hat. Jeder Student kennt Tage, an denen er lieber im Bett bleiben, statt lernen würde. Und jeder Handwerker hat seine Momente, wo er das Werkzeug am liebsten in die Ecke schmeißen würde, weil nichts klappen will. Sie alle machen aber trotzdem weiter, weil sie wissen, dass sie am Ende des Tages ihre Fertigkeiten wieder ein bisschen verbessert haben. Und das ist notwendig, wenn man einen guten Job machen und erfolgreich sein will.

Egal wie viel Spaß einem das Hobby macht, wenn es zum Beruf werden soll, wird es Tätigkeiten geben, die man nicht mag. Wenn ich als Autorin erfolgreich sein will, muss ich mich irgendwann um die Veröffentlichung und die Vermarktung meines Buches kümmern. Was mir wahrscheinlich nur wenig Vergnügen bereiten wird. Betreibe ich das Schreiben weiterhin nur als Hobby, kann ich auf diese Tätigkeiten verzichten.

Es liegt also ganz an mir. Bin ich bereit, meine Komfortzone zu verlassen?

1 Anmerkung zu “Das professionelle Hobby

  1. lth

    So rein worttechnisch bekommt der Profi Geld für sein tun, der Amateur nicht, weil er’s eben liebt (zu tun, was er tut). Ich fürchte als Autor ist das ein fließender Übergang. Es sei denn man hockt arbeitslos und mit Kind in einem Cafe. Und hat viel Glück.

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