Selbstdisziplin!

Ich gebe es zu, aktuell macht es mir mehr Spaß an meinem Blog herumzuschreiben als an meinem Roman. Und das ist ja eigentlich nicht der Sinn der Sache.

Da hilft nur eins: mehr Selbtdisziplin!

Hmm. Wirklich? Das funktioniert doch nicht.

Jeder der seine guten Neujahrsvorsätze schon im Februar wieder aufgegeben hat, weiß das. Diejenigen, die schon im Januar hingeschmissen haben, erst Recht. Ich erhebe hiermit mein Glas auf all die Realisten, die schon von vorneherein keine Vorsätze fürs neue Jahr gefasst haben. Das zeugt von Lebenserfahrung und Weisheit!

Jetzt könnte mancher einwenden, dass eine solch fatalistische Sichtweise einen dazu verdammt, auf dem Sofa zu vergammeln und RTL anschauen zu müssen.

Au contraire, mon ami! Dass es doch irgendwie geht, zeigen die bewundernswerten Beispiele an Menschen, die plötzlich vom Sportmuffel zum Bodybuilder mutieren, in der Abendschule zum Universitätsprofessor aufstreben, oder ähnliche Errungenschaften vorzuweisen haben. Wie zum Teufel haben die das bloß gemacht?

Es gibt reichlich Bücher zum Thema Selbstdisziplin. Ich hab auch einiges zu dem Thema gelesen. Und die gute Nachricht ist: Es gibt da ein paar Tricks.

Allerdings würde es den Rahmen dieses Artikels sprengen, das Thema vollumfänglich zu behandeln. Wer sich näher dafür interessiert findet allerdings reichlich Literatur dazu.

So ganz mit leeren Händen will ich meine Leser aber nicht dastehen lassen, jetzt hab ich es schon angeteasert, jetzt muss ich auch was liefern.

Bitteschön, mein bester Tipp zum Thema Selbstdisziplin:

Suche dir ein Ziel, eine Vision, wo willst du hin und vor allem warum? Wenn du das hast, male es dir möglichst bunt aus, wie es ist, wenn du es erreicht hast, wie fühlt es sich an? Und wenn du genug darin geschwelgt hast, und dir sicher bist, dass du das wirklich erreichen willst, hast du schon den ersten und wichtigsten Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Jetzt fehlt noch eine wichtige Zutat: wann immer du lieber auf dem Sofa Netflixen möchtest, frage dich, ob es dich deinem Ziel näher bringt. Ob es dir dient. Ob es zu dem tollen Gefühl führt, das du dir so schön ausgemalt hast, als du dir dein Ziel vorgestellt hast. Eventuell kommst du zu dem Schluss, dass es die Sache nicht wert ist, wenn du dafür noch länger warten musst, bis du dein Ziel erreichst. Falls es dir die Sache doch wert ist, dann viel Spaß beim Serienmarathon. Der ist dir vielleicht in dem Moment wichtiger, und das ist dann ja auch in Ordnung. Aber wenn dir dein Ziel wichtiger ist, fällt es dir in dem Moment wesentlich leichter, auch was dafür zu tun.

Rufe dir wieder ins Gedächtnis, warum du am Anfang so motiviert warst. Da hattest du das tolle Endergebnis noch frisch vor Augen und das hat dich vorangetrieben. Hole es dir einfach immer wieder aufs neue vor Augen. Manche Menschen machen sich ein Vision-Board. Oder schreiben sich ihre Ziele auf und hängen sie sich an den Kühlschrank. Was immer für dich funktioniert, Hauptsache, du wirst ständig daran erinnert, was du erreichen willst.

Das war es auch schon. Probier es gerne mal aus und berichte mir, ob es funktioniert hat.

Und ich wende mich jetzt voll motiviert wieder meinem Roman zu.

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