Wer schreiben will, muss lesen

Lesen macht ja nicht nur Spaß, manchmal bringt es auch was. Und was es bringt, sollte man nicht unterschätzen. Ich bin der Meinung, wenn man ein guter Autor werden will, muss man viel lesen. Daher habe ich mal fünf Gründe zusammen getragen, warum es sich lohnt, als angehender Schriftsteller viel zu lesen.

Erstens: viele gute Geschichten wurden schon erzählt.

Das heißt nicht, dass man sie nicht nochmal erzählen und einen eigenen Twist hineinbringen kann. Im Gegenteil, ein Konzept das funktioniert, eignet sich in einer abgewandelten Variante eventuell nochmal zum Bestseller. Es kann einen in der Entwicklung von Geschichten enorm voranbringen, von erfolgreichen Autoren abzuschauen, was ein funktionierender Plot ist.

Zweitens: wenn man etwas liest, das einem selber gut gefällt, das einen so fesselt, dass man das Buch kaum weglegen kann… dann ist es wirklich gut geschrieben.

Und da bietet es sich an zu analysieren, was der Autor gemacht hat, damit es sich gut liest. Welche Stilelemente, Umgang mit der Sprache, Satzbau, etc. hat er angewendet? Auch hier gilt wieder: Abschauen, was gut funktioniert.

Drittens: damit man aber nicht zur Kopie eines anderen Autors verkommt, sollte man viele verschiedene Autoren lesen.

Monokultur ist immer problematisch, das gilt auch hier. Letztlich soll die Lektüre anderer Autoren die eigene Kreativität anregen, nicht sie ersticken. Große Meister haben dadurch gelernt, dass sie andere große Meister kopiert haben. Aber irgendwann kam der Punkt, wo sie ihren eigenen Stil gefunden und unverwechselbare Werke geschaffen haben. Da sollte ein guter Autor auch hinstreben: von den Meistern lernen, aber dann einen eigenen Stil entwickeln. Je vielfältiger die Meister sind, von denen ich lerne, desto reichhaltiger ist mein Repertoire, aus dem ich neues entwickeln kann.

Viertens: wer nicht gerne liest, sollte vielleicht nicht unbedingt das Schreiben zur Profession machen.

Eat your own dog food, heißt es. Wenn mir mein eigener Roman keinen Spaß macht, wie soll ich dann wissen, ob er anderen Lesern Spaß macht? Wenn ich mich in mein Publikum hineinversetzte, mich mit ihm identifiziere, kann ich viel besser dafür schreiben. Und mein Publikum wird sicher aus Menschen bestehen, die gerne lesen. Wieso sollten sie sonst mein Buch kaufen?

Fünftens: Ernsthaft? Es gibt Menschen, die nicht gerne lesen? Das ist doch sicher ein Fehler in der Matrix…

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